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Zahnarzt Reutlingen

    Dauerthema: Parodontitis

    Immer wieder kommen Patientinnen und Patienten zu mir und bemerken halb scherzhaft: „Ich glaube, meine Zähne werden immer länger!“ Frage ich dann nach, ob es auch öfters mal zu Zahnfleischbluten kommt, wird dies meist bestätigt. Und tatsächlich, so harmlos die Beobachtung zunächst klingen mag, so ernst ist der Hintergrund: Natürlich wachsen nicht die Zähne, sondern das Zahnfleisch ist entzündet und zieht sich immer mehr zurück. Das kann schwerwiegende Folgen haben!

    Die Erkrankung hinter der ganzen Sache heißt Parodontitis, besser bekannt als Parodontose. Sie schädigt den Halteapparat der Zähne, und folgerichtig beginnen diese schon bald zu wackeln und müssen möglicherweise komplett entfernt werden. Weniger bekannt ist, dass Parodontitis das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erhöht und zu weiteren schwerwiegenden Schäden am ganzen Organismus beiträgt.

    Dies macht nur allzu deutlich, wie wichtig es ist, auf die ersten Anzeichen von Parodontose zu achten und sie behandeln zu lassen. Dann nämlich gibt es gute Heilungschancen. Hier also noch einmal die wichtigsten Symptome: gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch. Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder Abbeißen von harten Speisen, etwa einem Apfel. Verstärkter Mundgeruch – hier sind vertraute Menschen gefragt, die darauf aufmerksam machen! Richtig dringend wird es, wenn sich Zähne lockern, wenn sie „wachsen“ oder wenn sie wandern und dadurch Lücken entstehen, wo vorher keine waren. 60% der Erwachsenen unterschätzen übrigens die Bedeutung von Zahnfleischbluten. Und mehr als 80% sind von Parodontitis in unterschiedlichen Stadien betroffen.

    Um meinen Patienten möglichst gut helfen zu können, bin ich Mitglied bei ParoStatus.de geworden. Damit steht unserer Praxis ein hervorragendes System zur Dokumentation von Befunden und zum Therapieverlauf zur Verfügung. Vor allem aber bietet ParoStatus.de Patientinnen und Patienten viele Vorteile: Sie erhalten einen gut verständlichen Computerausdruck, der Ihren aktuellen Mundgesundheitsstatus und Ihr individuelles Erkrankungsrisiko beschreibt. Dazu gehören auch Tipps für Ihre persönliche Mundhygiene und Vorschläge für die weitere Behandlung.

    Denn das sind die guten Nachrichten bei Parodontitis: Sie können vorbeugen, und es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten.

    An erster Stelle bei der Vorbeugung steht die Zahnreinigung. Wie Sie diese am besten durchführen, zeigen wir Ihnen gerne in der Praxis. Nichtsdestotrotz sollten Sie Ihre Zähne regelmäßig zahnärztlich kontrollieren und professionell reinigen lassen. Wenn Sie dann noch gut für Ihr Immunsystem sorgen, indem Sie sich mit viel Obst und Gemüse ernähren und regelmäßig Ausdauersport treiben, chronischen Stress vermeiden und auf das Rauchen verzichten, haben Sie schon vieles richtig gemacht.

    Ist Ihr Zahnfleisch bereits angegriffen, ist es wichtig, so schnell wie möglich zur Behandlung zu kommen. Wir erstellen zunächst eine sorgfältige Diagnose, um zu sehen, wie weit die Erkrankung vorangeschritten ist. Als Einstieg in die Behandlung entfernen unsere Prophylaxe-Spezialistinnen Zahnstein und Zahnbelag. Gleichzeitig erfahren Sie, was Sie bei der Zahnreinigung zu Hause besonders beachten sollten und welche Hilfsmittel dafür angebracht sind. Damit Sie sowohl über Ihren Krankheitsstatus als auch über die Pflegemaßnahmen gut informiert sind, bekommen Sie ein individuelles Merkblatt mit, auf dem Sie alles in Ruhe nachlesen können. Das Merkblatt wird vom Analyseprogramm ParoStatus.de während Ihrer Untersuchung erstellt, ist leicht verständlich geschrieben und anschaulich gestaltet.

    Die Parodontitis-Behandlung selbst kann von der Reinigung und Glättung der Wurzeloberflächen über die Beseitigung von überstehenden Füllungs- und Kronenrändern bis hin zu chirurgischen Eingriffen zur Wiederherstellung des Knochens und des Zahnfleisches reichen. Auch hierbei bekommen Sie Ihren individuellen Behandlungsplan von ParoStatus.de mit nach Hause und wissen deshalb immer genau, wo sie stehen. So sind Sie hoffentlich schon bald schmerzfrei und können noch lange mit ihren eigenen Zähnen zubeißen.

    Übrigens: Haben Sie Kinder? Parodontitis kann auch erblich veranlagt sein. Nicht nur deshalb sollten Sie bei Ihren Kindern schon so früh wie möglich auf gute Zahnpflege und regelmäßige Kontrolle achten! Schon im Milchzahn-Alter wird die Grundlage geschaffen für schöne, gesunde Zähne bis ins Alter.

     

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    Kommentare: 2
    • #1

      Jacob (Mittwoch, 08 März 2017 13:48)

      Danke für den informativen Beitrag. Ich denke ich muss auf jedenfall mal einen Zahnarzt aufsuchen, da ich schon seit längerem ab und an Zahnfleischbluten habe und das Zahnfleisch locker ist an manchen Stellen.

    • #2

      Josh (Freitag, 07 April 2017 10:49)

      Da sollte ich echt mal demnächst zum Zahnarzt gehen...