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Zahnarzt Reutlingen

    Implantate – Für mehr Lebensqualität

    Als Elsa W. zum ersten Mal in meine Praxis kam, erzählte sie mir von einem peinlichen Vorfall. Die 72-jährige ist eine lebenslustige Dame, die während ihres Berufslebens als Chefsekretärin tätig war. Auch heute noch legt sie Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Sie ist sportlich im Verein aktiv und hat einen Freundeskreis, mit dem sie sich seit Jahren trifft. Am Wochenende wurde der 75. Geburtstag ihres Lebensgefährten Günther gefeiert und dann geschah es: Elsa W. lachte lauthals und verlor dabei ihre Prothese im Oberkiefer. In der geselligen Runde fiel dies kaum auf. Schnell huschte sie ins Bad um die Zähne zu richten. Aber der Schock saß tief.

    Schon seit längerem hatte Elsa W. bemerkt, dass ihre Prothese sich auch beim Essen immer wieder lockerte. In ein knackiges Brötchen zu beißen, vermied sie deshalb. Äpfel oder Möhren wurden in mundgerechte Stücke geschnitten – man weiß sich ja zu helfen. Dass ihre Zähne nun in aller Öffentlichkeit beinahe aus dem Mund gefallen waren, war für die Dame eindeutig zu viel. „Ich brauche zwar Zahnersatz, aber so alt bin ich nun auch wieder nicht!“, meinte sie empört.

    Während der Untersuchung zeigte sich, dass sich der Kieferknochen zurückgebildet hatte. Die vor Jahren gefertigte Prothese konnte gar nicht mehr richtig sitzen. Ich riet ihr, sich mit dem Thema „Zahnimplantate“ zu beschäftigen. Mit diesen künstlichen Zahnwurzeln lassen sich Prothesen sehr sicher im Kiefer befestigen, da die Implantate in den Kiefer einheilen und danach so belastbar sind wie eigene Zahnwurzeln. Peinliche Auftritte beim Lachen oder Sprechen sind dadurch ausgeschlossen. Die Patienten können wieder herzhaft zubeißen und haben keinerlei Fremdkörpergefühl. Außerdem schmeckt das Essen wieder besser, da der Gaumen frei bleibt.

    Elsa W. war schnell von der Implantat-Lösung begeistert. Allerdings standen die Kostenfrage und die Sorge vor dem operativen Eingriff im Raum. In beiden Fällen konnte ich sie beruhigen. Mit dem „All on 4-Konzept“ lässt sich eine Prothese an nur vier Zahnimplantaten befestigen, von denen zwei vorne und je eines im hinteren Bereich des Kieferknochens befestigt werden. Diese Lösung ist deutlich günstiger als eine reine Implantat-Versorgung des Kiefers. Zum Glück war bei Elsa W. noch kein Knochenaufbau notwendig. Auch die Angst vor dem zahnärztlichen Eingriff konnte ich ihr nehmen.  Die meisten Patienten benötigen nach der Implantat-Versorgung noch nicht mal eine Schmerztablette.

    Implantate sind für viele Patienten die optimale Zahnersatz-Lösung. Sei es, um eine einzelne Zahnlücke zu schließen oder feste Zähne an Stelle von herausnehmbaren (Teil-)Prothesen zu setzen. Lebensqualität und das Gefühl, weiterhin über „echte“ Zähne zu verfügen, sind meist die Gründe für eine Investition in Implantate. Aber es gibt auch medizinische Vorteile. So müssen zum Beispiel beim Einsatz einer Zahn-Brücke gesunde Nachbarzähne beschliffen werden. Die Ränder dieser überkronten Zähne sind anfällig für Karies. Beim Einsatz von Implantaten bleibt die gesunde Zahnsubstanz der Nachbarzähne dagegen vollständig erhalten.

    Nach fünf Monaten war Elsa W. wieder in meiner Praxis. Kontrolltermin. Sie strahlt mich an und freut sich über ihr neues Selbstwertgefühl. Dabei fragt sie sich selbst, warum sie nicht von Anfang an Implantate haben wollte. „Wahrscheinlich die Kosten und weil das damals noch nicht so üblich war“, meinte sie im Nachhinein und ist überzeugt, dass gerade die Kosten längst aufgewogen wurden. Denn jetzt kann sie wieder besser essen, sprechen und das tun, was sie am liebsten macht: lachen.

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